Chop Suey - Reste-Essen oder doch Kulinarik pur?
Wie bei vielen Gerichten der Speisekarte des Chinesen um die Ecke, ist auch Chop Suey keines, das wirklich der traditionell fernöstlichen Kochkunst entspringt. Die chinesische Küche wurde hierzulande mit den Jahren sozusagen Entasiatisiert, um dem heimischen Gaumen doch ein wenig mehr Vertrautes zukommen zu lassen. In kantoneschiem Dialekt heißt Chop Suey nichts anderes als „verschiedene Reste“. Dass diese Reste aber sehr schmackhaft sein können, beweisen die vielen Zubereitungsmöglichkeiten dieses Gerichts. Grundlage für beinahe alle chinesischen Speisen bildet ein kernig gekochter Basmatireis, der vor dem Kochen mit Butter oder Mandelöl glasig angeschwitzt wird, um dann erst im Finale die Reisstärke quellen zu lassen. Dadurch erhält der Reis seine typische Konsistenz und in größeren Mengen auf das Essstäbchen gehoben werden.Typisches Chop Suey
Sehr typisch sind auch die Gemüsesorten, die in keinem Chop Suey fehlen dürfen. Hier eignen sich Bambussprossen, Pilze, Zwiebel, Karotten und Mungobohnenkeime am Besten. Bei den Pilzen findet man hierzulande auch Champignons, typischer hingegen sind aber Shiitakepilze. Fein geschnittenes Schweine-, Hühner-, Puten- oder Rindfleisch verfeinert in angebratener Weise den guten Geschmack des Eintopfes. Saucen dürfen auch beim Chop Suey nicht fehlen und so gibt man mitunter auch gerne etwas Soja-, süßsauer- oder Pikantsauce zum Fleisch.
Die Zubereitung von Chop Suey
Die Zubereitung eines Chop Suey - ein weltweit sehr beliebtes Chinesisches Essen - lässt sich am Besten in einem Wok bewerkstelligen. Der traditionelle Wok ist eine Art Pfanne in Topfform. Die gesamte Kochoberfläche darf dabei nicht flach sein und hat somit eine kugelförmige Ausdehnung. Moderne Küchen haben bereits eine eigene Kochmulde, in der der Wok vor sich hinbrutzeln kann. Die relativ einfache Machart des Chop Suey beschränkt sich auf anbraten der Gemüsebestandteile, dem separaten braten des Fleischanteiles und dem Vermischen und Würzen. Natürlich hat jeder Koch (der etwas auf sich hält) seine Geheimnisse, wie denn das Gericht dann die erwartete Einzigartigkeit erlangt, bei Chop Suey ist dies aber nicht das Wichtigste. Die perfekte Komposition und Kombination aller Bestandteile sind das Meisterwerk.Angeblich wurde das Chop Suey von chinesischen Migranten in den USA „erfunden“. Hier soll z.B. in San Francisco ein Kunde nach Geschäftschluss noch solchen Hunger verspürt haben, dass der Koch kurzerhand alle möglichen Reste im Wok erwärmt haben soll. Eine andere Theorie besagt auch, dass Chop Suey ursprünglich als Diätspeise entwickelt wurde. Nichtsdestotrotz ist das bunte und wohlschmeckende Gemisch nicht mehr von den Karten hiesiger Chinesenlokale wegzudenken. Alsdann in China nicht oder fast nicht bekannt erfreut sich Chop Suey hierzulande steigender Beliebtheit und ist auch gemäß Umfragen das bekannteste Produkt der fremdländischen Küche aus dem Osten.
